Vielen Dank für die rege Beteiligung: Es sind 215 Antworten eingelangt.
Im Folgenden haben wir die Ergebnisse der einzelnen Fragen ausgewertet.
Die Antworten auf die letzte Frage („Was sind weitere Themen, die Ihnen am Herzen liegen?“) wurden – sofern möglich – bestehenden Themen zugeordnet (jeweils unter den Diagrammen aufgeführt) oder zu zusätzlichen Themenbereichen zusammengefasst.
Für alle Diagramme gilt: 0 ist "unwichtig", 5 ist "wichtig".
Die eingegangenen Antworten wurden nicht redaktionell bearbeitet.

Frage 1: Baukultur: „Re-Use“, „Weiterbauen im Bestand“, „Ressourcenschonendes Bauen“ und „Einfaches Bauen“ sind Schlagworte einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Damit diese Absichten Wirkung zeigen, braucht es aufgeklärte Auftraggeber, eine Reform der Normengebung und vor allem eine unabhängige Planung durch Architektinnen und Architekten.

Durchschnittliche Bewertung: 4.1
  • Vermehrte und gezielte Öffentlichkeitsarbeit der zt:Bundeskammer für die Vorteile der Trennung der Planung von der Bauausführung - für die Stärkung der Baukultur und Senkung der Lebenszykluskosten von Bauwerken.
  • Zukunftsorientiertes Bauen und auch Einsparen, Reduzieren
  • „Lobbyarbeit“ dafür, dass mehr Tätigkeiten den Architekt:innen vorbehalten bleiben, da es fraglich ist, von Unabhängigkeit zu sprechen, wenn mehrere Berufsgruppen (planende Baumeister, Planungsbüros) dieselbe Arbeit ohne die gleichen bürokratischen Hürden ausführen dürfen.
  • Überlegung, ob die strikte Trennung zwischen Planung und Ausführung noch zeitgemäß ist. Noch dazu gibt es vermehrt TU Verträge, wo Unabhängigkeit nur bedingt gegeben ist und Trennung in der Praxis sowieso nicht gegeben ist.
  • gemeinsames Auftreten mit dem Bau- und Bauträgergewerbe sowie mit dem Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen
  • die Verwendung ökologischer Baustoffe. Aufweichen von Bau-Normen.
  • Zukunft denken / Nachhaltigkeit und Gemeinschaft fordern / Zusammenhänge fördern
  • Ein Verbot planender Baumeister.
  • Rechtlich gesicherte Struktur für die Honorierung der ZiviltechnikerInnen und ArchitektInnen entsprechend geleisteter Arbeit. In manchen Leistungsbereichen, wie beispielsweise im geförderten Wohnbau werden PlanerInnen und ArchitektInnen behandelt, wie wenn sie vom Staat bezahlte SozialarbeiterInnen wären, denen man entsprechend der Leistung mehr nur nach Gutwill eine Art Trinkgeld geben darf, bzw. ein entsprechend angemessenes Honorar nach Gutdünken geben oder auch nicht geben kann. Den PlanerInnen die Monate-, manchmal jahrelang in Vorleistung gehen wird als einziger Ausweg bei nicht- bzw. unzureichender Honorierung an den Kopf geschmissen, dass sie ja gerne klagen können. Dies sind unhaltbare Konditionen, vor allem für kleinere Unternehmen.

Frage 2: Stadtverdichtung: Das starke Bevölkerungswachstum macht leistbare Wohnungen für junge Haushaltsgründer und zuziehende Mitmenschen und damit eine dichtere Bebauung auch in Stadtrandgebieten erforderlich.

Durchschnittliche Bewertung: 3.8
  • Alternativen für das freistehende Einfamilienhaus für ländliche Räume aufzeigen > weg vom Traum "Einfamilienhaus" aus den Köpfen der (jungen) Österreicherinnen und Österreicher
  • Phase 0; Bestandsentwicklung und Leerstandsaktivierung statt Stadtentwicklung am Stadtrand

Frage 3: Wettbewerbe und faire Vergaben: Eine intensivere Medienarbeit ist erforderlich, um die unbezahlte Arbeit von Architektinnen und Architekten in offenen Wettbewerben sichtbar zu machen, die Transparenz bei Vergaben zu fördern und fragwürdige Strukturen aufzubrechen.

Durchschnittliche Bewertung: 4.2
  • faire Verträge, die Stadt Wien z.B. vergibt Verträge, die von anwaltlicher Seite als sittenwidrig eingestuft werden.
  • Wettbewerbe müssen für die Allgemeinheit transparenter werden. Den Ruch, dass es sich um eine Art "Familienentscheidung" der immer Gleichen handelt, kann man nur entgegetreten, dass die Sitzungen öffentlich sind. Der jetzige Zustand ist für die konservative, sich selbst fortschrittlich erachtende Architektenfamile zwar typisch, aber von verheerender Außenwirkung! Außerdem ist es fragwürdig, eigentlich ist es grundfalsch, dass nur Architekten über Architektur entscheiden. Dass dieses Thema für die meisten meiner Kollegen ein Tabu ist, zeigt wieder die gesellschaftspolitisch völlig unaufgeklärte und etwas aus der Zeit gefallene Haltung.
  • durchsetzen im wettbewerbsausschuss: 1. platz bei wettbewerben mit 70% des VE honorieren, anrechenbar auf weitere beauftragung. somit null mehrkosten für AG, aber extremer mehrwert für architekten, die weit selbstsicherer am verhandlungstisch sitzen. und es kommt ja immer wieder vor, dass projekte überhaupt nicht umgesetzt werden. dann hat der sieger wenigstens einen gewinn gemacht.
  • Änderung bei Wettbewerben hinsichtlich Zulassungskriterien (technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) oder verplfichtenden Kooperationen, sodass auch kleineren Büros eine Teilnahme möglich ist.
  • Wettbewerbsstadards / Leistungsanforderungen / Umfang der Leistung sind völlig zu Hinterfragen. Wo führen die unbezahlten EU-offenen Wettbewerbe hin? Es gibt wohl keinen Berufsstand der soviel unentgeltlichen output liefert.! Dazu gilt es Aufklärungsarbeit auch an die öffentlichen Auftraggeber z.B. BIG oder Stadt Wien zu leisten. Auch die Vergaben nach Punktesystem wie z. b. bei der Stadt Wien sind zu hinterfragen. Z.B. Das Wien Museum beauftragt Juristen für eine WB-Ausschreibung. Das werden Kriterien bewertet wie z.B. öffentlicher Auftraggeber oder bauen im Denkmalschutz, was haben dies Kriterien mit der Qualitätsbeurteilung von Architektur zu tun? Die vorgenannten Kriterien dienen nur dazu um eine bestimmtes Architekturklientell/Architekturbüros zu bedienen. Diese Vergaben gehören geändert und offener gestaltet.
  • Verbandsklagsrecht bei Vergabe und Ausschreibungen
  • Die Kammer sollte auch nicht müde werden die künstlerische Freiheit der Architekten einzufordern. Sonst werden Architekten immer nur unter die Räder der Gesetzgebung kommen. Ebenso muss das einfache Bauen und faire und einfache Wettbewerbsbedingungen etabliert werden, um gute Architektur über das Land zu verteilen. Je mehr Wettbewerbe es gibt, desto mehr Architekten bekommen eine Chance. Deshalb halte ich auch einfache Wettbewerbe für Sinnvoll ( Abzugeben ist 1 A2 die Darstellung ist frei, 1x hochladen reicht). Schlechte Architektur kommt meistens durch 1_Investorenarchitektur , 2_beschränkte Beamtenarchitektur, 3_nicht für mich selbst Architektur und 4_Hauptsache ich bekomme das Geld Architektur 5_ich kann es nicht mach es aber trotzdem Architektur -- zustande.
  • Offene und beschränkt offene Wettbewerbe: die Beiträge der Teilnehmer sollten mit einem Mindestentgelt bei einer beurteilbaren Qualität abgegolten werden um die hohen geistigen Leistungen grundsätzlich wertzuschätzen und diese nicht mit Null bewerten!
  • Es wäre wichtig dass zu geladenen, bezahlten Wettbewerben immer die gleiche Zahl zufällig ausgesuchten, immer wieder anderen, Kammermitglieder: innen eingeladen werden, die noch keine exakten Referenzen haben, die verlangt sind. Erst beim Abgeben der Arbeit ist das Honorar wirksam, beim Abstand nehmen (Einladung soll bestätigt werden) soll die nächste Kollege oder Kollegin eingeladen werden.
  • Ein Pool mit direkter Vergabe kleiner Auftragsvolumina durch Länder, Gemeinden und öffentliche Institutionen an Architektinnen, der transparente, unkomplizierte und faire Auswahlverfahren ermöglicht und den Zugang zu kleineren Projekten erleichtert
  • Sofortige Abschaffung der vorgeschobenen Gestaltungsbeiräte (in Vorarlberg leider sehr verbreitet), welche zum großen Teil diese Funktion aus Eigeninteresse im Sinne der Nähe zu Entscheidungsträgern und Investoren ausüben. Gegenseitig (politisch dem Bürgermeister unterstellt) vorgeschobene Kontrollen und Schikanen gibt es erfreulicherweise ansonsten in keinem Berufszweig.
  • Verbindliche Zusagen und verantwortungsvolle Budgetierung bevor und nicht nach der Auslobung von Wettbewerben- andernfalls Aufwandsentschädigung- ansonsten Verlust selbst bei Gewinn
  • faire Wettbewerbsentscheidungen OHNE folgende Verhandlungsverfahren - die leider usus geworden sind und Gewinnerbüros den Auftrag wegnehmen - sowie dringend die ABSCHAFFUNG der Public Private Projects , welche nicht nur den Niedergang der Architektur allgemein bewirken, sondern auch immer - nachweislich - für die Kommunen finanziellen Nachteil bewirken
  • Zwingend offene Wettbewerbe bei großen Aufträgen
  • Verankerung des offenen, anonymen Wettbewerbs nach WSA 2010* in ländlichen Regionen
  • Stärkung des offenen, anonymen Wettbewerbs nach WSA 2010* in Wien sowie die dementsprechende Reform von Grundstücksbeirat und Bauträgerwettbewerb
  • Stärkung des offenen, anonymen Wettbewerbs auch bei frei finanzierten Bauvorhaben in Wien nach dem Grazer Modell
  • Thema Architektenwettbewerb: es ist auf Dauer für den Berufsstand ruinös gratis zu arbeiten. Wettbewerb ja, aber nur gegen faire Aufwandsentschädigung. Ich kann ja auch nicht in ein Restaurant gratis essen gehen mit dem Hinweis, dass ich dann vielleicht später einmal mit einer Gruppe zahlender Gäste wiederkomme.
  • Offene Wettbewerbe statt Bauträgerverfahren für den Wohnbau, ebenso bei ÖBB Bahnhofsprojekten - man kann nur ein Angebot abgeben wenn man schon Bahnhöfe gebaut hat obwohl die Bahnhöfe in den Gemeinden oft recht klein sind.
  • Zu wenig offene Wettbewerbe
  • Transparente WB-Jury Protokolle für nicht prämierte Beiträge mit - zumindest - kurzer Kritik. Ohne Feedback ist kein Lerneffekt vorhanden...

Frage 4: Faire Honorare: Faire und angemessene Honorierung sichert die Qualität architektonischer Leistungen und stärkt die wirtschaftliche Grundlage unseres Berufs. In Österreich gibt es keine verbindliche Honorarordnung für Architekt:innen. Viele Büros stehen daher unter zunehmendem Preisdruck und werden in Honorarverhandlungen oft zu erheblichen Nachlässen gedrängt.

Durchschnittliche Bewertung: 4.6
  • Honorare
  • Honorare und Image der Architekten
  • Der Staat und deren Vertreter regelt und fordert immer mehr Leistungen und steigert die Komplexität und bietet keine wirklich anerkannte Gebührenmaterie gegenüber dem Staat verpflichteten planenden Arch- ZT -Büros - und verhandelt den Preis auch sehr stark. die Honorare unserer Berufsgruppe sind in der zunehmend komplexen Materie der Planung und langen Haftungszeit eher viel zu niedrig- das muss in Zukunft ernsthaft mit den Vertretern des Bundes, Länder, etc. nachverhandelt werden um gegenseitige Verbindlichkeiten zu erreichen. der Preiskampf durch den Staat ausgelöst - durch die teils honorarorientierten Ausschreibungen - drückt zu sehr auf die Wirtschaftlichkeit bei ohnehin schon hoher Planerdichte und den damit verbundenen harten Wettbewerb
  • Abschaffung der HOA – einer der Hauptfehler der letzten Jahre. Ich frage mich, wer dies auf EU-Ebene aktiv lobbyiert hat und warum nicht rechtzeitig gegengesteuert wurde.
  • Honorarsituation generell prekär – viel zu niedrige Honorare im Vergleich zur Verantwortung und Komplexität der Leistungen; Fachkräfte mit 20–25 Jahren Erfahrung verdienen deutlich zu wenig und sind selbst mit den aktuellen Projektbudgets kaum finanzierbar.
  • Strukturelles Problem der Branche – die wirtschaftliche Lage macht qualitätsvolle Architektur und hochwertige Arbeitsplätze zunehmend unmöglich
  • Ergänzend zum o.g. Punkt Honorare: In Deutschland sind die Planer-Honorare fix geregelt. In Österreich khat man sich breitschlagen lassen, dies dem freien Markt zu überlassen, angeblich wegen Kartellbildung. Aber Rechtsanwälte beispielsweise haben ihre Fixen Honorarsätze. Eine Ärztekammer ist schwerreich und hat jede Menge Immobilien, aber die, die es können sollten, die Architekten und Ziviltechniker stehen peinlich erbärmlich da
  • Bitte um annähernd gleichen Lobbyismus wie die Ärztekammer ! Honorar und Auftragslage sind zurzeit katastrophal!

Frage 5: Fixkosten: CAD-Lizenzen werden mittlerweile fast ausschließlich als Mietverträge angeboten, während Kauflizenzen kaum noch erhältlich sind. Das erhöht laufend die monatlichen Fixkosten, insbesondere für kleinere Architekturbüros. Zudem sind die digitalen Formate für die gesetzlich vorgeschriebene Projektarchivierung noch nicht verbindlich geregelt.

Durchschnittliche Bewertung: 4.3

Frage 6: Namensnennung bei Publikationen: Werden Bauwerke in den Medien abgebildet oder erwähnt, sind die Namen der verantwortlichen Architekt:innen anzugeben.

Durchschnittliche Bewertung: 4.1

Frage 7: Österreich-Kammer: Durch die Aufwertung der Bundeskammer zur Österreich-Kammer und die gleichzeitige Neustrukturierung der Länderkammern zu Landesstellen soll der Berufsstand vereint und gestärkt werden.

Durchschnittliche Bewertung: 3.3
  • Unterstützung bei juristischen Fragen. Zumindest Rückmeldungen bei Mails, falls eine Auskunft nicht möglich ist. Hilfestellungen für junge Büros - wird zwar im groß propagiert, bevor man der Kammer beitritt. Aber wenn man dann mal Hilfe benötigt kommt Null zurück. Und das für sehr hohe Kammerbeiträge.
  • die arbeit der kammer sollte sich an den bedürfnissen der mehrheit der büros, das sind sehr kleine strukturen, orientieren.
  • Die Kammerpflichtmitgliedschaft reduzieren bzw. nachverhandeln zur freiwilligen Berufsvertretung der Architekten und ZT . die Pflichtmitgliedschaft hat in Zukunft nur einen Sinn mit einer entsprechend anerkannten Gebührenordnung- Honorarentlohnung durch den Staat und deren Vertretungen- siehe bei Anwälten, Notaren, Steuerberatern, Mediziner.
  • Grundsätzliche Ausrichtung der Kammer – selbst als Architektin empfinde ich die Kammer zunehmend als zu ideologisch, zu „alternativ“ geprägt; das schadet dem Berufsbild und trägt zum ohnehin schwachen öffentlichen Ruf bei.
  • Unklare Wahrnehmung der Kammerrolle – bei zentralen Themen der Bauordnung wird aus meiner Sicht eher verschlechtert als verbessert. Wichtige Interessenvertretung fehlt.
  • eine eigene unabhängige, selbst verwaltete ArchitektInnenkammer - Qualität vor Quantität
  • Bündelung der Arbeit, Schriftstücke (zB aus 2.) etc. der zt:Kammern, anstatt Dezentralisierung in fünf zt:Kammern.
  • Abschaffung der Länderkammern
  • keine Einmischung in kulturelle Fragen der Architektur
  • die Kammer sollte ausschließlich Berufsvertretung sein - professionelle Bezahlung der (Bundes)Kammervertreter, s.o.
  • Gerne höhere Beiträge, dafür stärkere Vertretung mit professionell angestellter Bediensteter, die sich breit für die Potenziale und Zukunft der Ziviltechnischen Branchen einsetzten: nämlich bei Politik, Verwaltung und Wirtschaft, Forschung, Entwicklung und Ausbildung

Frage 8: Chancengleichheit: Es sind Maßnahmen zu treffen, die jungen Architektinnen den Berufszugang erleichtern.

Durchschnittliche Bewertung: 3.6
  • Erleichterungen und Förderung für Frauen mit Kindern als ZTs, Förderung der Frauenquote unter ZTs, stärkere Lobby zu Vermeidung unbezahlten (Aquse)leistungen und Honorierung von Vorprojektleistungen, Honorarordnung mit Fokus auf Bestand
  • Ein fairer Marktzugang für junge, neue und weniger arrivierten Büros ist momentan nicht gegeben
  • Es sollte "jungen Architektinnen" (1-6Jahren nach Gründung) mehr ermöglicht werden, bei Wettbewerben teil zu nehmen, die eine Aufwandsentschädigung leisten. Es ist fast unmöglich in den ersten Jahren bei Wettbewerben teilzunehmen, da es fast immer an Referenzprojekten fehlt und nur Bietergemeinschaften eine Teilnahme ermöglicht.

Frage 9: Was sind weitere Themen, die Ihnen am Herzen liegen?

Zu Behörden, Bauordnung, etc...

  • Beschleunigung / Vereinfachung der Behördenverfahren, Durch überlange Wartezeiten, Pingeligkeit und Bürokratie wird viel Geld durch Zinsen verbrannt, das z.B. einem leistbaren Wohnraum zugute kommen könnte
  • Einschränkung der rechtlichen Möglichkeiten der Erpressungsversuche der Anrainer im Bauverfahren
  • Novellierung des §70a BO-W dahingehend, dass es offizielle behördliche Stellungnahmen zum Verfahren geben muss. Bankinstitute haben Probleme damit, dass man nichts offizielles vorweisen kann und finanzieren nicht. Das Wort eines staatlich befugten und beeideten ZT hat wenig Geltung. Problem: 1. Bestätigung der MA37, dass nach erfolgreichem Abschluss der Phasen 1+2 mit dem Bau begonnen werden darf. Phase 3 Baubeginn - 3-monatige Einspruchsfrist. Ohne Finanzierung, kein Baubeginn (als Teil einer Gesamtbeauftragung) möglich, ohne Baubeginn keine Phase 3. Damit ist der §70 ein Rohrkrepierer, weil man die Rechnung ohne die Wirtschaft gemacht hat.
  • Bauordnungsreform: zB unsinnige Regelungen wie Vollpflastern mit PV-Kleinanlagen, Sanierungsbauordnung im Sinne ggf. schrittweiser Gebäudeertüchtigung gemäß sowieso notwendiger Reparaturintervalle (viele Projekte durch aktuelle OIB verunmöglicht, weil sich Bauherren das volle Programm nicht antun wollen - noch dazu mit Förderungen, die oft Mogelpackungen darstellen). Generell verhindert die Normungswut wirtschaftliche Lösungen im Altbestand und somit thermische Gebäudeertüchtigungen.
  • Die Bauordnungen werden immer unübersichtlicher. Das entsteht v.a. Durch eine regulierungs-Wut der Politik, die sich oft nur mehr auf Vorschläge der eigenen Verwaltung verlässt! Das kostet unserer Gesellschaft sehr viel Energie!
  • Vereinfachung der Einreichung in digitaler Form. Einfache Bauvorschriften mit geringen Anforderungen im Sozialen Wohnbau für Notschlafstellen, Odachlosen-unterkünften, Ermöglichen von billigen Wohnen!
  • Schnellere Verfahren bei Einreichungen. Die lange Verfahrensdauer ist teilweise geschäftsschädigend. Verbindliche Vorabstimmungen mit der MA 37 ermöglichen-kann vieles erleichtern.
  • Beschleunigung der Genehmigung der Bauvorhaben in Wien - Kommunikation diesbezüglich mit der Stadt Wien, Etablierung einer verbindlichen Honorarordnung, Lobbying für den Berufstand Architektinnen in ähnlicher Qualität wie es für Arzte und Rechtsanwälte passiert.
  • Eine einheitliche Bauordnung statt neun verschiedener Regelwerke – deutliche Vereinfachung, klare Strukturen, bundesweit einheitliche Standards.
  • Mehr Freiheiten für Neubauten – Förderung von Landmark-Projekten und innovativer, zeitgemäßer Architektur.
  • Einschränkung externen Einflusses (z. B. UNESCO-Einsprüche) – derzeit entsteht häufig Architektur, die aufgrund restriktiver Vorgaben „klein und kompakt statt groß und elegant“ werden muss.
  • Abschaffung der MA 19
  • Vereinfachung der Einreichung in digitaler Form. Einfache Bauvorschriften mit geringen Anforderungen im Sozialen Wohnbau für Notschlafstellen, Obdachlosenunterkünften, Ermöglichen von billigen Wohnen!
  • Unbürokratischere Behördenverfahren
  • Mehr Zusammenarbeit mit Behörden, um gemeinsame Ziele zu definieren und unnötige Mehrarbeit für Architekt:innen zu vermeiden.
  • Mehr Zusammenarbeit mit Gesetzgeber und Verwaltung, um die Gesetzeslage transparenter und einfacher zu gestalten und dadurch die Architektenarbeit zu erleichtern.
  • Vereinfachung von Baugesetzen.
  • Viel kritischeres Hinterfragen unsinniger Bauordnungsbestimmungen (ZB PV in Wien, Abstandsflächen, Gebäudehöhen) und Anforderungen im OIB-Konvolut. Welche eher der Projektverhinderung (und -verteuerung!) als -verbesserung dienen, besonders im Bestands- und Sanierungsbereich. Wo war da die Kammer, wo massiver Protest gegen Unsinn? Ökologisches Bauen ist sinnvoll, wichtig, selbstverständlich. Aber nicht im Öko-Wahn, der oft kontraproduktiv ist.
  • Zusammenarbeit mit Baubehörden - persönliche Gesprächsmöglichkeiten (wie früher...)
  • Vereinheitlichung der Baugesetzgebung, 1 Rahmenbauordnung, noch besser eine Bauordnung für alle Länder; Entrümpelung der Baugesetze - nicht ständig neue Tatbestände schaffen

Zur Ausbildung

  • uni ausbildung in die nähe von praxis belangen bringen
  • Planung mit KI, KI-Tools, Mitglieder Up-to-date halten über Entwicklungen, Möglichkeiten und Einsatz im Immobilien-, Planungs- und Baubereich
  • Baumeister übernehmen immer mehr Planungsarbeiten - wozu brauchts noch Architekten, eine Architektenkammer? Die technische und fachliche Ausbildung auf den Universitäten ist mangelhaft - die Absolventen können maximal als Lehrlinge bezeichnet, aber leider nicht als solche entlohnt werden!
  • Rechtliches
  • die Anzahl der Studienplätze in der Ausbildung sollte unbedingt von den Universitäten auf den tatsächlichen Bedarf mit der Kammer der Arch- ZT abgestimmt werden müssen.
  • Ein fairer Marktzugang für junge, neue und weniger arrivierten Büros ist momentan nicht gegeben
  • Aufbau einer Wissensdatenbank durch die Bundeskammer der Ziviltechniker:innen, in die Fachartikel - nach Evaluierung durch einen "Wissenschaftsbeirat" aus Technikern und Kammerjuristen - gespeichert werden. Das Ziel der Wissensdatenbank ist, dieses Fachwissen als Stand der Technik öffentlich (als Zitierquelle) zugängig zu machen.
  • Die Architekten leiden unter zu langen Berufshaftungen, was sich natürlich in den Kosten für die Haftpflichtversicherung wiederspiegelt. Der Bürokratieabbau sollte eine wichtige Rolle in der Kammer spielen. Dazu braucht es ein Gegengewicht zum Gesetzgeber und ständige juristische Interventionen. (Gesetzesreduktionen thematisieren !) Es geht auch nicht an das Architekten zu Produktauswählern werden. Die Entwurfsplanung muss auch per Hand eingereicht werden können - eben frei von digitalzwangs- Kosten. Es gibt auch Problemfälle wie: Ein Richter spricht eines schönen Tages , dass von einer Außentreppe "eine Gefahr " ausgeht. Danach darf ein ganzer Berufsstand keine Außentreppen planen - so was geht nicht an !
  • Verbesserung der Ausbildung, da zunehmend Architekt:innen auf den Markt kommen, ohne ausreichende Qualifikationen vorweisen zu können.
  • Forcieren der ZT-Prüfung als eine sehr gute Weiterbildungsmöglichkeit, z. B. durch eine verpflichtende Anzahl an Mitarbeiter:innen mit ZT-Befugnis, durch Kategorien im Kollektivvertrag und durch mehr Möglichkeiten zur Nebenbeschäftigung.
  • Es soll ein Wechsel der Krankenversicherung ermöglicht werden. In anderen Branche ist das Problemlos möglich. Generell lässt auch die Wissensvermittlung der Kammer bei diesem Thema zu wünschen übrig.
  • Bessere Ausbildung im Bereich Hochbau
  • Beispielsweise habe ich zuletzt ausufernde und entwürdigende Vertragsgrundlagen der Stadt Wien erlebt, wie etwa übertriebene Referenznachweise, sogar Bestätigungen von ehemaligen Auftraggeber:innen. (was ich wegen Datenschutz NICHT geliefert habe) ZT zählt offensichtlich kaum noch.

Sonstige Anliegen:

  • Rechtliches
  • Ein fairer Marktzugang für junge, neue und weniger arrivierten Büros ist momentan nicht gegeben
  • Aufbau einer Wissensdatenbank durch die Bundeskammer der Ziviltechniker:innen, in die Fachartikel - nach Evaluierung durch einen "Wissenschaftsbeirat" aus Technikern und Kammerjuristen - gespeichert werden. Das Ziel der Wissensdatenbank ist, dieses Fachwissen als Stand der Technik öffentlich (als Zitierquelle) zugängig zu machen.
  • Die Architekten leiden unter zu langen Berufshaftungen, was sich natürlich in den Kosten für die Haftpflichtversicherung widerspiegelt. Der Bürokratieabbau sollte eine wichtige Rolle in der Kammer spielen. Dazu braucht es ein Gegengewicht zum Gesetzgeber und ständige juristische Interventionen. (Gesetzesreduktionen thematisieren !) Es geht auch nicht an das Architekten zu Produktauswählern werden. Die Entwurfsplanung muss auch per Hand eingereicht werden können - eben frei von digitalzwangs- Kosten. Es gibt auch Problemfälle wie: Ein Richter spricht eines schönen Tages , dass von einer Außentreppe "eine Gefahr " ausgeht. Danach darf ein ganzer Berufsstand keine Außentreppen planen - so was geht nicht an!
  • Es soll ein Wechsel der Krankenversicherung ermöglicht werden. In anderen Branchen ist das problemlos möglich. Generell lässt auch die Wissensvermittlung der Kammer bei diesem Thema zu wünschen übrig.
  • Beispielsweise habe ich zuletzt ausufernde und entwürdigende Vertragsgrundlagen der Stadt Wien erlebt, wie etwa übertriebene Referenznachweise, sogar Bestätigungen von ehemaligen Auftraggeber:innen. (was ich wegen Datenschutz NICHT geliefert habe) ZT zählt offensichtlich kaum noch.
  • Mehr Forschung, Entwicklung und Innovation.
  • politisch unterstützte Budgetaufstellung für Planung und Entwicklung in Gemeinden, Städte und Regionen, Budgets für Innovation, Forschung und Entwicklung namentlich ohne Lücke: Grundlagen-, angewandte Forschung und experimentelle Forschung und Entwicklung für die ziviltechnischen Branchen und zugehörige Wissenschaften und Forschungsbereiche.